18.05.2008

Meer der Zeit

Ich wurde gebeten, dies auch anderen zugänglich zu machen. Wunsch erfüllt.

Nico schrieb es | Schon 2 Kommentare...  | Kategorie: Ton, ich
18.05.2008

●•٠·˙

Nachtgespräche sind schön. Gehen tief. Reißen Wunden auf. Und pflegen sie.

Nico schrieb es | Bisher keine Kommentare...  | Kategorie: Momente, ich

Ein wenig spät, doch große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Trotzdem sollte man die großartigen Ereignisse daneben nicht vergessen und sie mit unscheinbaren Gesten doch noch ehren. Selbiges soll nun hier geschehen.

Ich danke für wundervolle sechsundzwanzig Stunden mit zwei mir sehr lieben Persönlichkeiten meiner näheren Umgeblichkeiten. Ich danke für die Fahrten mit dem einmaligen Citycruiser, der entgegen aller Erwartungen doch zwei Gänge bseitzt. Ich danke für die Baumarkt-Action und die daraus folgende Grillimprovisation. Ich danke für das absolut medium gegrillte Fleisch, aber vor allem für den mega Nudelsalat. Ich danke für das Lagerfeuer. Ich danke für eine Nacht des öfteren Erwachenns, in der man sich fragte, ob Bahnstreik nicht doch toll ist. Ich danke für das Schwimmen im wirklich warmen See und die Erkenntnis aus dem Wasser heraus nicht zu winken. Ich danke für die Erläuterungen der gepflegten Umgangssprache: “Das macht dich doch nur spannender und attraktiver!” Ich danke für lauschende Ohren beim Gitarrenspiel und einen sich zurückerinnernden Nachbarn. Ich danke für das Opfer der Mitanwesenden, dass nur sie leiden mussten unter den Sprüchen, Kommentaren und, und. Ich danke, dass wenigstens ich mir vertraut und eine Sternschnuppe gesehen habe.

Ich entschuldige mich bei einem Wesen, dass vor verschlossener Türe stand.

Nico schrieb es | Schon 4 Kommentare...  | Kategorie: Momente, Welt, ich
11.05.2008

(14) Unsicher sein

Nach all den Klausuren und durchzechten Nächten mal wieder ein kleines Gespräch - abgetippt, aber trotzdem klangvoll. Vage Momente, ungewisse Situationen. Nicht wissen, wie alles weitergeht. In der Schwebe. Eine Unterredung mit ein paar Gestalten der Nacht.

Wie fühlt ihr euch zur Zeit?
Gut! Alle Abiklausuren liegen hinter uns, das kann man einfach nur feiern. - Aber irgendwie ist es auch paradox. Gleichzeitig beschleicht mich zumindest immer auch ein trauriges Gefühl: bald ist das alles vorbei. Dann möcht ich wieder zurück auf den Boden kommen, um das hier alle noch genießen zu können. - Der Anfang ist gemacht, doch unser Leben entscheidet sich in den nächsten ein, zwei Jahren. Ein merkwürdiges, unheimliches Gefühl.

Unheimlich? Ist es nicht schön, dass euer Leben nicht vorherbestimmt ist?
Das stimmt schon. Aber… - Es ist einfach so, dass man so unsicher ist. Heutzutage kann man nicht eindeutig sagen, dass das Leben gut laufen wird, dass man alles erreichen wird, was man will. - Wir brechen aus unserer behüteten Umgebung aus. Werden selbstständig. Aber die Sicherheit geht damit auch verloren. Man fragt sich, ob man aufgefangen wird, wenn man einmal fallen sollte. - Es ist viel Freude, aber auch Angst in mir. Ich weiß nicht, wie sich das alles weiterentwickeln wird. Ich habe Angst die Leute hier zu verlieren. Das dämpft die Euphorie ein wenig, trotzdem wird gefeiert.

Verlust von Freundschaften?
Ja. Heute bleibt man ja nicht mehr in Berlin. Alle zieht es irgendwo hin. Mich nach Frankreich. Andere nach Afrika. - Aber auch innerhalb Deutschlands. Du gehst nach Freiburg, die eine nach Greifswald, er nach Erfurt. - Wir haben das Glück zu dieser Zeit zu leben. Man kann per Mail, Telefon, Skype, MSN, studiVZ und dem ganzen Zeug Kontakt halten mit all den Leuten. Und ein jeden von uns verschlägt es irgendwann wieder nach Berlin. Dann wird man sich hoffentlich wiedersehen. - Es ist die Umstellung von den täglichen, wöchentlichen Begegnungen in Freundschaften, die über trefflose Distanzen gehalten werden, die so bedrohlich wirkt. Wahrscheinlich auch ist.

Wie wär es auch mit Briefen oder Postkarten statt Internet?
Seltener. Internet geht einfach schneller. Briefe werden persönlicher und wertvoller.

Die Welt im Wandel…
Ja. Das ist sie. - Aber es ist auch gut so. Das ermöglicht neue Blickwinkel. Neue Denkweisen. Neue Erfahrungen. Stillstand hilft keinem. - Wir brechen auf in eine neue Zeit. Altes bleibt zurück, wirklich wichtige Beziehungen bleiben erhalten. Die Unsicherheit wird mit Genussmitteln versteckt.

Ein letzter Zweifel?
Glaubt ihr es ist gut, dass sie grad Wein, Sekt und Rum trinkt?

Nico schrieb es | Schon 4 Kommentare...  | Kategorie: Sein

Viva la reklamation! Und “Spaß”? Haben die nicht! Wasser mit Gas… Bääh!

Nico schrieb es | Schon 6 Kommentare...  | Kategorie: Kultur, Momente, Welt
8.05.2008

gradvergriffen

Ich will eine Zeitung rausbringen. Einfach nur ein kleines Blättchen. Aber die Druckkosten sind zu hoch.

Nico schrieb es | Schon 8 Kommentare...  | Kategorie: Lektüre, fragwürdig, ich

Alle Klausuren sind geschrieben. Nun genießt man den Sommer und die gewonnene Freiheit. Doch die Gedanken sind weit weg. Bei anderen Menschen und vor allem bei der Geschichte einer Insel. The red blaze of freedom in Erin Go Bragh!

Nico schrieb es | Schon 10 Kommentare...  | Kategorie: Momente, Welt, ich

Montag ist die letzte Klausur. Da ich aber noch zweifle, ob ich dann wieder mehr Zeit zum bloggen habe, möchte ich hier zeitweilige Aussetzer der traditionellen Montags- und Freitagsbeiträge entschuldigen. Beides muss eventuell ein paar mal flach liegen. Vielleicht schaffe ich es aber dafür, mehr andere Beiträge zu liefern. Bis dahin genießt das Leben und das Wetter!

Nico schrieb es | Schon 4 Kommentare...  | Kategorie: Was sagst du
28.04.2008

(13) Wissend sein

Das Abi ist da. Unerwarteter als Weihnachten, unerwünschter als der eigene Geburstag. Es kam einfach ohne zu fragen. Man ging zur Schule und nach 13 Jahren steht es nun vor der Tür. Unverschämtheit. Und doch muss man sich stellen. So will es das Leben. Zum heutigen Montag zwischen den Klausuren kehre ich zum Anfang zurück: Wieder eine fingierte Unterredung erdacht aus einzelnen Gesprächen mir naher und ferner Figuren. Allwissend, Nichtskönnend.

Cogito ergo sum - Ich denke, also bin ich.
Du bist. Das ist wahr. Entscheidend dabei ist doch aber vor allem was du bist. Und das bleibt ja hier völlig offen. In meinem Fall bin ich vor allem gerade geschafft und genervt vom Lernen, ein bisschen hungrig und aufgeregt. Vielleicht auch panisch. Wegen des Abiturs halt. Aber auch glücklich einfach grad so sein zu können.

Nun könntest du auch dankbar sein. Dankbar für die Zeit des Lernens.
Ja und was wir nicht alles gelernt haben: Seelenwanderungen in ferne Welten während unser Körper am Ort verweilt und sogar durch Automatismen am Unterrichtsgeschehen teilnimmt… Dass beschleunigte Masse und Kraft zusammenhängen - endlich wurde uns der Unterschied zwischen Eisen- und Federhammer bewusst… Lernen alles nur für den Moment zu Lernen. Auswendig. Und dann ganz schnell es wieder zu verdrängen… Jaja, wir haben schon viel in diesen Jahren gelernt. Nur die Rahmenpläne sind spurlos vorübergezogen.

Fühlst du dich jetzt aber nicht wissend? Ein Genie des Lebens?
Wissend? Nun gut, ich kann vielleicht ein Gedicht eingehender auf Metrum, Stilmittel und Intention des Autors untersuchen. Aber wissend? Dann hätte das Schulsystem seinen Zweck erfüllt und das ist leider nicht so: Ich wäre wissend, wenn ich wüsste, wo es mit meinem Leben hingehen soll. Was in 10 Jahren vielleicht ist. Aber ich weiß es noch nicht mal von in einem Monat. Ich sollte wissen, wie es um meine Zukunft bestellt ist, doch bisher habe ich nur Verdrängung und panische Propaganda kennengelernt. Nein, wissend bin ich nicht. Ich fühle zumindest nicht so.

Eine letzte Weisheit?
Wir sind Schüler von heute, die in Schulen von gestern, von Lehrern von vorgestern, mit Methoden aus dem Mittelalter auf die Probleme von morgen vorbereitet werden. Ich wage zu behaupten, es gäbe ein Problem.

Nico schrieb es | Schon 4 Kommentare...  | Kategorie: Zeug

Heute noch ein kleiner Kulturhinweis für die Ohren. Gepflegter Sound und super Typen - einfach hingehn. Mit Freude. Und Freunden. Ihr kennt das ja.

Wer? SkYZ // skyz-band.com Wann? Am Montag, 28.04.2008 // Einlass ab 20 Uhr
Wie viel? Eintritt 5 Euro Wo? Rickenbacker’s, Bundesallee 194b, 10715 Berlin

Nico schrieb es | Schon 2 Kommentare...  | Kategorie: Ton

Überlegen. Ein Verb, das zu einem Adjektiv wird.

Nico schrieb es | Schon 7 Kommentare...  | Kategorie: Blicke, Momente, fragwürdig

Es sollte inzwischen jeder gemerkt haben: Der Sommer kommt. Ist in diesen Tagen schon da. Manche sagen, dieser Sommer wird der Sommer ihres, unseres, meines Lebens. Ich bin gespannt. Lausche den Worten zu dieser Jahreszeit.


  • “Werden wir uns in ein paar Jahren an diese Monate noch erinnern können?” - “Na klar, das ist UNSERE Zeit! Genießen, freuen, feiern… na gut, wahrscheinlich nicht.”
  • Sommer ist und kein Herbst dahinter, Sommer ist ein endloser Winter ohne dich.
  • “Sommer” und “Feiern” unterscheiden sich nur in 6 Buchstaben! Zufall oder steckt da was dahinter?
  • “Guck mal, die Wolke da sieht aus wie ne e-Funktion!”
Nico schrieb es | Bisher keine Kommentare...  | Kategorie: Was sagst du
24.04.2008

Der Sommer ist da!

Bitte begrüßt ihn angemessen. Mit Freude. Und Freunden. Alles klar!

Nico schrieb es | Schon 6 Kommentare...  | Kategorie: Blicke, Welt
22.04.2008

Ich schreibe Abi. Das heißt ich texte nach Aufgaben. Ich habe Panik. Unendlich gut.

Nico schrieb es | Schon 7 Kommentare...  | Kategorie: Momente, ich
21.04.2008

(12) Sprachlos sein

Die Schulzeit ist vorbei. Man merkt, dass etwas zu Ende geht. Ein schlechtes Gefühl. Man hat Angst, all die Menschen zu verlieren, die einem seit Jahren lieb sind. Ein Moment, der mir die Sprache raubt. Diesem Empfinden entsprechend die Montagsunterredung mit Natalie über das Reden und Sprechen und den Zweck an sich.

Reden des Redens wegen - wozu sprichst du?
Kommunizieren. Sich bewusst zu werden, da ist noch jemand. Man ist nicht allein, man ist wirklich am Leben. Und nimmt Teil daran, um zu hören, wie es anderen geht. Manchmal auch, um sich von Gedanken fernzuhalten, die einen nur runterziehen würden. Ich rede absolut gern und oft. Einigen Menschen wohl auch zu viel.

Und mit wem sprichst du worüber?
Mit so ziemlich jedem. Es gibt keinen Menschen auf dieser Welt, der es nicht wert ist, mit ihm zu reden. Worüber? Das ist schwer zu definieren. Über alles, was einen interessiert. Einen bewegt. Über alles, was in Worte gefasst werden kann.

Monolog oder Dialog?
Dialog. Definitiv. Beim Monolog gibt es keine Reaktion des anderen. Dabei ist das doch gerade das Schöne am Reden. Dass man es zu zweit oder mit noch mehreren Personen macht. Und nicht allein.

Was nimmt dir die Sprache? Raubt dir die Worte?
Eine Überflutung an Gefühlen. Ein Moment, bei dem ich merke, dass ich meine Gefühle nicht mehr in Worte verpacken kann. Ein Moment, an dem ich allein sein möchte. Ein Moment, der wohl selten vorkommt. Die Erkenntnis, dass selbst Worte in diesem Augenblick nichts verbessern, nichts ändern können. Dass Schweigen manchmal besser ist. Manchmal sagt Schweigen mehr aus als alle Worte dieser Welt zusammen. Wann dies so ist, muss jeder für sich selbst herausfinden.

Einen Tag taubstumm sein?
Unvorstellbar.

Reden: Schöner Klang oder Lärm?
Es sollte eigentlich ein schöner Klang sein. Aber in diesen Zeiten ist es meistens Lärm. Was da bei vielen Jugendlichen aus dem Mund kommt, kann man nicht mehr als Reden bezeichnen. Mein Reden klingt unterschiedlich. Abhängig von meiner Stimmung. Mal Rock, mal Schlager. Aber immer lebendig.

Ein letzter Monolog?
Täglich rede ich mir mein Leben
Aus U-Bahn Fahrplaneinzelpunkten.
Aus Oben ohne Ohneboden
Ohne Schweigen
Rastlos, nie ratlos
Niemals Sprachlos
Fehle ich den Worten

Ich versuche mir die Welt zu erklären
Als ob zwischen Punkten Linien wären
Als ob die Worte mir die Welt in Streifen teilten
Ich greife nur und kann nicht begreifen

- Wir sind Helden, „Stiller“ -

Nico schrieb es | Schon 3 Kommentare...  | Kategorie: Sein

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